Warum gegenderte Sprache die Welt verändert …

„Es stört meinen Lesefluss.“ „Es verhunzt die deutsche Sprache.“ „Ich weiß doch eh, dass es von allem Frau und Mann gibt.“ und ähnliche Sprüche muss Feminist*in sich heute anhören, wenn mal wieder das leidliche Thema der gegenderten Sprache auf den Tisch kommt. Meist muss den Leuten, die derartige Aussagen tätigen zugute gehalten werden, dass sie keine Ahnung haben, und deshalb sofort in Abwehrhaltung gehen. Die meisten Menschen sind nicht bereit sich anzustrengen, und das wäre notwendig um gegenderte Sprache zu verstehen und zu verwenden, wenn nicht verständlich ist, weshalb. schreibt Muriel Jessica Aichberger auf der Webseite des queer-Referats der Studierendenvertretung der LMU München.

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James Bond: Queerer Flirt zwischen Heteros

Nach der längsten Bond-Pause von sechs Jahren trat 1995 Pierce Brosnan als 007-Darsteller auf die Kinoleinwand. Galt der vorherige Bond-Film „Lizenz zum Töten“ mit Vorgänger Timothy Dalton als brutal, wirkte Pierce Brosnan eher blass und gebremst. Auch die Verbreitung von HIV und Aids hatten dem sexistischen und misogynen Dinosaurier 007 Einhalt bieten müssen. Zu den Medienkampagnen der Aids-Aufklärung schien Brosnan gut zu passen.
James Bond musste sich der veränderten Welt der Sexualität beugen. Die chauvinistischen Obermacker-Zeiten waren vorbei.

Im Jahr 2006 versuchte sich der Brosnan-Nachfolger Daniel Craig der neuen Aufgabe zu stellen: ganz Agent UND ganz Mann zu sein. Und es gelang großartig!
Im aktuellen 007-Film „Skyfall“ gibt es sogar eine homoerotische Szene zwischen Bond und dem bösen Gegenspieler Silva. James Bond sitzt auf einen Stuhl gefesselt vor seinem Widersacher. Silva streichelt Bond das Gesicht und den Hals. Er öffnet ihm einen Hemdknopf. Das geschieht alles in sehr respektvoller Weise und hat den Anschein eines Flirts. Auf Silvas Vermutung, dass das sicher eine ungewöhnliche Erfahrung für Bond sei, antwortet dieser: „What makes you think this is my first time?“

Skyfall

DANIEL CRAIG („James Bond“, links) und JAVIER BARDEM („Silva“, rechts) in Sony Pictures‘ SKYFALL.
© 2012 Sony Pictures Releasing GmbH

Im Jahr 2011 unterstützte der Schauspieler Daniel Craig die Organisation EQUALS mit einem besonderen Auftritt für den Internationalen Frauentag.

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Zum Weiterlesen

„Daniel Craig: Mein James Bond ist nicht schwul“ auf  queer.de am 31. Oktober 2012

„James Bond und die Homo-Schurken“ auf  queer.de am 1. November 2012

Mag Gott homosexuelle Menschen?

Wie das Internetportal queer.de am 25. Feburar 2011 berichtete, hat das Online-Kollektiv „Anonymous“ mehrere Webseiten der extrem homophoben Westboro Baptist Church offline gestellt.
Die Westboro Baptist Church brillierte mit Vermutungen wie „god hates fags“ („Gott hasst Schwuchteln“).

Der Filmemacher Alan Ball hat im Intro für seine TV-Serie True Blood „god hates fags“ zu „god hates fangs“ persifliert. Mehr dazu hier

Die Westboro Baptist Church aus Topeka (Kansas) gehört zu den radikalsten religiösen Vereinigungen in den USA. Die Kirche wurde 1955 von dem Pfarrer Fred Phelps gegründet. Zu ihren Aufgaben zählt sie Proteste gegen Homosexualität. Ihre Homophobie leben sie zum Beispiel auf Beerdigungen von homosexuellen Menschen aus. So störten sie eine Gedenkfeier für den 2008 verstorbenen Schauspieler Heath Ledger. Der galt zwar als heterosexuell, hatte aber in dem Film „Brokeback Mountain“ einen schwulen Cowboy gespielt.

Großbritannien hatte im Februar 2009 gegen die Mitglieder der Kirche ein Einreiseverbot erlassen. Die Kirche hatte zuvor auf ihrer Webseite angekündigt, dass sie gegen ein Theaterstück mit schwuler Thematik im südenglischen Basingstoke protestieren wollten. Alle, die zu Gewalt aufriefen, seien in Großbritannien nicht willkommen, sagte ein Sprecher der britischen Bundespolizei

Schon lange ist die menschenverachtende Webseite wieder erreichbar.